Adventsfenster gehören zur Vorweihnachtszeit wie die Kugel zum Tannenbaum. Die Idee dahinter ist, gemeinsam mit Menschen aus der Nachbarschaft vor erleuchteten und liebevoll dekorierten Fenstern zusammenzukommen, um sich bei Glühwein, Gebäck und Gesang auf das Weihnachtsfest einzustimmen.
„Mache Dich auf und werde Licht“ sagt der Prophet Jesaja. Schön, dass Sie da sind, um mit uns in den Advent vor dem erleuchteten Adventsfenster von St. Raphael zu starten und schöne Momente miteinander zu teilen. Licht für einander sein, sich gegenseitig zu stärken, zu stützen und zu beschützen, Engel füreinander zu sein, das ist für uns alle überlebenswichtig.“
Mit diesem Eröffnungstext von Margit Umbach starteten die Bewohner/-innen und Gäste vor St. Raphael in den 1. Advent. Dort gibt es ein großes Sprossenfenster mit Engelmotiv zu bestaunen, kreiert auf der Basis einer Excelvorlage von unserem Bewohner Herr Orth. Sozialdienstmitarbeiterin Uli Weyer-Dorscheid hatte die Idee, in Anlehnung an den hl. Raphael, das Fenster mit einem Engelbild zu gestalten. Gesagt, getan. Und so schaffte es unsere geschickte Alltagsbegleiterin Andrea Müller in vielen Stunden gemeinsamer Bastelarbeit mit den Bewohner/-innen, einen wunderschönen Himmelsboten in „Pixel-Design“ anzufertigen, der herrlich leuchtet und ausgiebig bewundert wurde.
Herr Orth erzählte die alttestamentarische Geschichte vom Erzengel Raphael und dem jungen Tobias. Nach dem gemeinsamen Singen von Adventsliedern erteilte Alltagsbegleiterin Kristin Engers den Anwesenden einen „Glitzersegen“ zum Advent, passend zum vorgelesenen Text „Es leuchtet noch immer“. Anschließend klang der Abend bei Glühwein, frisch gebackenen Waffeln und gemeinsamen Singen in der Caféteria aus, wo sich unsere Gäste an die Vorweihnachtszeit in ihrer Kindheit erinnerten und wohl ein bisschen wehmütig wurden.